deredactie over aardappels

Ik ben wat geërgerd door dit artikel van de vrt. Waarom in ‘s hemelsnaam beginnen over het experiment met de ratten, in de context van een artikel over het genoom van de aardappel? Dat trivialiseert toch alleen maar de bezwaren tegen ggo’s.

Wil men niet-triviale bezwaren tegen ggo’s, dan verwijs ik liever naar ijvoorbeeld het artikel van Vandana Shiva in het Goetheanum onlangs, of naar het artikel van Jan Thoelen dat ik in mijn mailbox kreeg. Of men zou eens de discussies moeten voeren die eigenlijk gevoerd moeten worden, zoals bijvoorbeeld: helpen ggo’s de honger uit de wereld of niet? (Voor de verwijzingen, zie onderaan.)

Het experiment waaruit blijkt dat ratten die met ggo’s gevoed werden afwijkingen aan hun spijsverteringsstelsel vertoonden, dateert uit 1995 en is niet overtuigend genoeg. Zeker, het experiment toont een aantal feiten duidelijk aan, maar het toont niet onomstreden aan dat ggo’s schadelijk zijn.

Wat het wel onmiskenbaar aantoont is dat er reeds in de jaren negentig onvoorstelbaar sterk gelobby’d werd voor genetisch gemanipuleerde voeding

(Het toont ook de manieren aan waarop anti-ggo-data in diskrediet worden gebracht. Het blijkt dat dat dezelfde manieren zijn als de huidige. Maar daar wil ik hier nu niet op ingaan.)

——-

Links:

Artikel van Jan Thoelen

Helpen ggo’s de honger uit de wereld? De mening van 11.11.11 en een artikel in der Spiegel.

Artikel van Vandana Shiva: op pagina’s 12 en 13 van deze pdf. Maar voor de gemakkelijkheid citeer ik het:

Von brennpunkten zu leuchtpunkten – so lautet der titel der tagung. Ja, es brennt. Wir haben eine Milliarde Menschen, die hungern, und von ihnen sind die hälfte erzeuger von lebensmitteln. es läuft etwas entsetzlich falsch, wenn selbst bauern und gärtner hungern müssen. Diese Tatsache kam aber nicht über Nacht, sondern vollzog sich in zwei Schritten. Zuerst kam die Industrialisierung der Landwirtschaft, die «grüne Revolution», aber sie ist weder grün noch revolutionär. Bill Gates und seine finanzstarke Stiftung sind eine treibende Kraft von AGRA (Allianz für die grüne Revolution in Afrika). Sie verstehen Landwirtschaft als einen Krieg, und die Waffen heißen Pestizide und Dünger zum Wohle der chemischen Industrie, aber es ist ein Krieg gegen die Menschen. An die Stelle der Biodiversität unserer Landwirtschaft traten Monokulturen. Unsere Kleinbauern, die Forst- und Viehwirtschaft wurden vertrieben. Die Bodenfruchtbarkeit nahm ab. Was als Schritt gegen Nahrungsmittelknappheit verkauft wurde, war der Weg in den Hunger. Aus den Landsorten wurde patentiertes teures Saatgut, das die Landwirte ärmer macht. In Indien wurde die sogenannte Bt-Baumwolle eingeführt. Doch die amerikanischen hochgezüchteten Baumwollarten brachten auch den Bollwurm nach Indien. Das Dreizehnfache an Pestiziden wurde notwendig. Die Auswirkungen sind in Indien so dramatisch, dass seit 1979 die unbeschreibliche Zahl von 25.000 Selbstmorden vor allem von Bäuerinnen geschehen ist. Wir können belegen, dass 85% der Selbstmorde im Zusammenhang mit Bt-Baumwolle stehen.
Wir in Indien sprechen beim Säen ein Gebet: «Möge die Saat unerschöpflich werden», weil Saatgut der Träger des Lebens ist. Von den Agrounternehmen wie Monsanto höre ich: «Möge sich die Saat erschöpfen, damit die Gewinne unerschöpflich sind.» Und deshalb arbeiten wir zusammen als eine große Koalition von Bewegungen, um die Vielfalt der Samen zu erhalten, denn die Erhaltung der Artenvielfalt ist die Grundlage des Lebens. Es gibt genug Verrückte, die glauben, sie können Lebensmittel nur als Ware verstehen. Aber Lebensmittel als Ware passt nicht in den Kreis des Lebens. Wenn Nahrung Ware wird, dann lohnt es sich eben, 70% der US-Getreide als Futtermittel für Vieh zu verwenden, und Spekulation lässt das Brot immer teurer werden. Wenn wir beginnen, Lebensmittel als heilig zu betrachten, dann entdecken wir wieder die Heiligkeit der Erde. Die, die sich um die Erde kümmern, die Landwirte, tun diesen heiligen Dienst. Es geht um die Heiligkeit des Lebens. Dieses Jahr ist nicht nur der 150. Geburtstag von Rudolf Steiner, es ist auch der 150. Geburtstag von unserem nationalen Dichter Tagore. Er schrieb ein schönes Gedicht auf Mutter Erde. Darin heißt es: «Über deinen Schöpfungen des Schönen liegt eine Träne. Ich gieße meine Lieder in dein stummes Herz und meine Liebe in deine Liebe, Ich werde beten für dich mit – Arbeit, ich habe dein zartes Gesicht gesehen, und ich liebe deinen traurigen Staub, Mutter Erde.» Dieser Satz: «Ich will heiligen dich mit der Arbeit» ist entscheidend. Claus-Otto Scharmer hat es bereits betont: Alles beginnt in der Natur. Sie gibt uns alles, was geben wir zurück? Nur unsere geliebte Mühe. Und diese heilige Arbeit wurde zum Fluch erklärt. Produktive Landwirtschaft bedeutet heute, auf menschliche Arbeit verzichten zu können. Die amerikanische Landwirtschaft ist demnach die produktivste, weil dort weniger Menschen auf ihrem Land leben als in ihren Gefängnissen.
Doch warum dieser Angriff auf die Kleinbauern, überall auf der Welt? Es ist der letzte Ort der Freiheit! Ich habe kürzlich ein Interview mit organischen Landwirten in den indischen Bergen geführt. Eine alte Frau wurde gefragt, warum sie an diesem widrigen Ort Landwirtschaft betreibt. Ihre Antwort lautete: «Es ist die einzige mögliche Art, wie ich völlig frei sein kann.» Jeder Mensch braucht Nahrung, deshalb ist die Landwirtschaft eine Primärwirtschaft, die ihre Vitalität aus der Vielfalt und Initiativkraft der ganzen Gesellschaft schöpft. Neben der biologischen Gefahr von gentechnisch veränderten Pflanzen gibt es aber auch die rechtliche Gefahr. Die Patente auf das Genom sind ja nicht um des Züchtens willen, sondern um des Glückspieles willen an der Wallstreet. Ziel ist, dass wir für jedes Korn, das wir anpflanzen wollen, für jede Form von Leben, an der wir arbeiten, an die vermeintlichen Besitzer des Lebens zahlen müssen. Es ist ein Angriff von zwei Seiten: Sie zerstören die unabhängige Saatgutversorgung durch übermäßige Regulierung und zwingen uns dann dazu, patentiertes Saatgut zu kaufen. Nordafrika befreit sich gegenwärtig von Diktaturen, und hier wird eine wirtschaftliche Diktatur eingerichtet, die die Ressourcen des Planeten ergreifen will. Es ist die nächste Stufe des Zugriffs auf die Erde, nach der bestehenden des Landbesitzes. Auch dieser erhält eine erschreckende Dynamik. Reiche Staaten und Unternehmen kaufen Landstriche in Afrika auf. Sie sagen, 76% der irdischen Biomasse sei noch ungenutzt. Eine Frau, die Feuerholz sammelt, um eine Malzeit zu kochen, Kamele, die auf einer Weide grasen – all das ist in dieser Art zu denken verschwendete Biomasse. Als würden sie sagen: Dass das Wasser eines Flusses ins Meer fließt, ist Wasserverschwendung.
Wir schauen in die Zukunft und wissen, biologische und kulturelle Vielfalt und dezentrale Strukturen sind die Grundlage einer gesunden und ertragreichen Entwicklung. Hier brauchen wir keine Vergleiche zu scheuen. 14 Doppelzentner Reis liefert ein biologisch bewirtschafteter Hektar Land, während das mit chemischem Dünger und Monokultur bewirtschaftete Land nur zwölf Doppelzentner liefert. Sie sagen, der «chemische» Reis ist produktiver, weil der finanzielle Profit höher ist. Dann haben wir Proteine, Kohlehydrate und Fette verglichen. 338 Einheiten zu 90 im chemischen System. Folsäure, die schwangere Frauen brauchen, 554 zu 0, oder Kalzium 3420 zu 100. Dann haben wir eine grobe Rechnung angestellt: Wenn wir dieses erweiterte ökologische System, das das Leben und die nationale Kultur respektiert, in allen arabischen Ländern umsetzen würden, dann hätten wir genug Nahrung für 2,5 Milliarden Menschen –, mehr als das Doppelte der Bevölkerung von Indien. Sicher haben sie vom Goldenen Reis gehört, der gegen Blindheit vorbeugt, weil er Betakarotin enthält. Wir fanden heraus, dass unser einheimischer Reis mehr davon besitzt. Auch für Vitamin A brauchen wir keinen genmanipulierten Reis. Mit ökologischem Anbau könnten wir in Indien genügend Vitamin A für 1,5 Milliarden Menschen und Folsäure für 1,7 Milliarden schwangere Frauen erzeugen. Es gibt keinen Grund dafür, dass Kinder an Hunger sterben. Dennoch sind es in Indien jährlich eine Million Kinder, aus Mangel an Nahrung. Warum? Weil keine Nahrungsmittel mehr wachsen, sondern nur Waren. Und die Vielfalt der menschlichen Ernährung ist von 8500 Pflanzenarten geschrumpft auf hauptsächlich acht weltweit gehandelte Waren.
In meinem Buch ‹Boden, nicht Öl› arbeitete ich auf der Grundlage von IBCC-Daten. Daraus geht hervor, dass 40% des Klimaproblems durch die industrielle Landwirtschaft und Nahrungsproduktion hervorgerufen wird und entsprechend durch einen biologischen Anbau gelöst werden kann. Als Einwand hört man immer wieder vom Emissionshandel. Dieser hat den Ausstoß um 16% erhöht und machte die Verursacher reicher und reicher. Es droht uns eine Welt, in der alles zur Ware wird, und das Leben wird privatisiert und industrialisiert mit der Folge, dass die Arbeit der Kleinbauern kriminalisiert wird. Präsident Evo Morales von Bolivien besaß die Courage, eine allgemeine Erklärung der Rechte der Mutter Erde zu fordern. In unserer Zeit müssen wir erkennen, dass es ohne das Recht der Mutter Erde keine Menschenrechte gibt. In der Minute, in der wir das erkennen, knüpft sich ein heiliges Band zwischen Mensch und Erde. Ein Band, das sich in den spirituellen Kosmologien vieler Kulturen findet. Wir kommen in eine spannende Zeit, wenn wir die alten Spaltungen von Nord-Süd, von Produzenten und Konsumenten, von Landwirten und Wissenschaftlern auf dem Weg zu einem anderen Bewußtseinszustand aufgeben können. Dabei ist die Erde der Grund der neuen Zivilisation. Vom kleinen Land Bhutan erhielt ich die Einladung, die Landwirtschaft zu 100% auf biologische Grundlage zu stellen. Die Regierung hatte entdeckt, dass Wachstum auch das Maß des persönlichen Glückes beinhalten müsse.
Ich schließe mit der Hoffnung und dem Wunsch, dass wir viel mehr Gemeinschaft, Interaktion zustande bringen: zwischen Zentren wie dem Goetheanum, wie all den Höfen, auf denen sie arbeiten, und all den Zonen, wo menschliche Freiheit als ein Wert verstanden wird. Das Wichtigste, was wir von Gandhi gelernt haben, ist der Ausdruck «Satyagraha». Damit ist die Kraft der Seele um der Wahrheit willen gemeint. Wenn wir in die Zukunft blicken, müssen wir die wunderbare Großzügigkeit der Erde im Auge haben. Die Freiheit liegt in unserer Hand, täglich zu entscheiden, was wir essen und was nicht. Wendell Berry sagte es großartig: Essen ist ein landwirtschaftlicher Akt. Was wir zu uns nehmen, das unterstützen wir. Es sind kleine Aktionen, die, multipliziert über die Welt, eine Ernährungsrevolution begründen. Machen wir es gemeinsam!

Advertenties

Geef een reactie

Vul je gegevens in of klik op een icoon om in te loggen.

WordPress.com logo

Je reageert onder je WordPress.com account. Log uit /  Bijwerken )

Google+ photo

Je reageert onder je Google+ account. Log uit /  Bijwerken )

Twitter-afbeelding

Je reageert onder je Twitter account. Log uit /  Bijwerken )

Facebook foto

Je reageert onder je Facebook account. Log uit /  Bijwerken )

w

Verbinden met %s